40 Jahre Städtische Galerie im Königin-Christinen-Haus

Veröffentlicht am: 10.03.2026

Das Königin-Christinen-Haus in Zeven feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Seit 40 Jahren ist in dem historischen Gebäude die Städtische Galerie untergebracht. Aus diesem Anlass lädt die Stadt Zeven am 19. April 2026 zu einem Erlebnistag rund um das Christinenhaus ein.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit einer Führung mit „Königin Christine“, Mitmachangeboten für Kinder, einer Töpfer-Vorführung des Künstlers Bernd Fischer, einem Interview mit dem langjährigen Kurator der Stadt Jan Jaap Roosing sowie Musik und kleinen Erfrischungen. Der Eintritt ist frei.

Die heutige Nutzung des Hauses geht auf das Jahr 1986 zurück. Nach einer umfassenden Restaurierung wurde das rund 375 Jahre alte Gebäude damals als Kultureinrichtung wiedereröffnet. Statt der ursprünglich geplanten Dauerausstellung zur Worpsweder Künstlerkolonie entwickelte sich schnell das Konzept wechselnder Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus der Region. Seitdem hat sich das Christinenhaus zu einem wichtigen Forum für Künstlerinnen und Künstler aus dem Elbe-Weser-Dreieck entwickelt. Mehr als 150 Ausstellungen sowie zahlreiche Vorträge, Konzerte und weitere Kulturveranstaltungen haben hier bereits stattgefunden.

Das Christinenhaus wurde Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet und ist nach der schwedischen Königin Christina benannt. Es gilt als ältestes nichtkirchliches Gebäude Zevens und diente einst als Verwaltungssitz und Gästehaus des ehemaligen Klosters. Nach dem Westfälischen Frieden gelangte das Kloster Zeven in schwedischen Besitz; das Christinenhaus ging in den Privatbesitz der Königin über, die auf einer Reise durch Norddeutschland auch in Zeven Station machte.

1981 schenkte der Landkreis Rotenburg (Wümme) das stark sanierungsbedürftige Gebäude der Stadt Zeven. In den folgenden Jahren wurde es restauriert und teilweise in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Prägend sind bis heute die Renaissance-Fensteranlage sowie historische Wandbemalungen im hinteren Gebäudeteil.

Zum Ensemble gehört auch der Skulpturengarten hinter dem Haus. Er entstand in den 1990er Jahren in Anlehnung an einen barocken Hausgarten. Die dort aufgestellten Arbeiten wurden 1993 im Rahmen der „Kunst-Werk-Schau“, eines Bildhauersymposiums mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Elbe-Weser-Dreieck, geschaffen.